Scheidung in der Türkei: Dein vollständiger Leitfaden

Du hast dich in der Türkei scheiden lassen. Das türkische Gericht hat entschieden, die Ehe ist vorbei. Aber in Deutschland? Da bist du offiziell noch verheiratet. Du kannst nicht neu heiraten, keine Steuerklasse ändern, keine Dokumente aktualisieren. Erst wenn das deutsche Oberlandesgericht deine Scheidung anerkennt, ändert sich dein Status. Und genau dabei helfen wir dir: Du verstehst den Prozess, weißt welche Dokumente du brauchst, und bekommst deine beglaubigten Übersetzungen schnell und unkompliziert.

  • Du verstehst genau, welche Dokumente du brauchst (inkl. Kesinleşme Şerhi)
  • Du weißt, welches Gericht zuständig ist und wie der Antrag funktioniert
  • Du vermeidest typische Fehler, die den Prozess verzögern
  • Du kannst nach der Anerkennung offiziell als geschieden auftreten
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Das brauchst du für die Anerkennung deiner türkischen Scheidung

  1. Türkisches Scheidungsurteil im Original (mit Kesinleşme Şerhi, dem Rechtskraftvermerk)
  2. Beglaubigte Übersetzung des Scheidungsurteils ins Deutsche
  3. Türkische Heiratsurkunde im Original
  4. Beglaubigte Übersetzung der Heiratsurkunde ins Deutsche
  5. Kopien der Reisepässe beider Ehepartner
  6. Beglaubigte Übersetzungen der Reisepässe (falls nicht auf Deutsch)
  7. Antragsformular des zuständigen Oberlandesgerichts
  8. Gerichtsgebühr (ca. 100-200 €)

Wichtig: Ohne den Kesinleşme Şerhi (Rechtskraftvermerk) auf dem türkischen Urteil wird dein Antrag abgelehnt. Prüf das Dokument unbedingt, bevor du den Antrag stellst.

Von vereidigten Übersetzern. Mit Stempel und Unterschrift.

Unsere Übersetzer sind beim deutschen Gericht vereidigt. Jede Übersetzung enthält den Beglaubigungsvermerk, die handschriftliche Unterschrift und den offiziellen Stempel. Genau so, wie es das Oberlandesgericht für die Anerkennung deiner Scheidung verlangt.

ISO 17100
Übersetzungsdienstleistungen
ISO 9001
Qualitätsmanagement
★ 4.8/5
Trustpilot

Der Beamte nickt bei:

Oberlandesgericht
Standesamt
Familiengericht
Ausländerbehörde

Der Weg zur Anerkennung: Diese Schritte gehst du

Die Anerkennung einer türkischen Scheidung in Deutschland läuft über ein deutsches Gericht. Das Verfahren ist in § 107 FamFG (Gesetz über das Verfahren in Familiensachen) geregelt. Es prüft, ob deine Scheidung nach deutschen Maßstäben anerkannt werden kann.

Schritt 1: Prüfe dein türkisches Scheidungsurteil

Dein Scheidungsurteil muss rechtskräftig sein. Das erkennst du am Kesinleşme Şerhi. Das ist ein Stempel oder Vermerk, der bestätigt, dass gegen das Urteil keine Rechtsmittel mehr eingelegt werden können. Fehlt dieser Vermerk? Dann musst du ihn beim türkischen Gericht nachträglich beantragen. Das ist meist das Asliye Hukuk Mahkemesi, das die Scheidung ausgesprochen hat.

Schritt 2: Besorge alle Dokumente

Du brauchst das türkische Scheidungsurteil mit Kesinleşme Şerhi, die türkische Heiratsurkunde und die Reisepässe beider Ehepartner. Alle türkischen Dokumente müssen ins Deutsche übersetzt werden, und zwar von einem vereidigten Übersetzer mit Stempel und Unterschrift.

→ Scheidungsurteil übersetzen lassen

→ Heiratsurkunde übersetzen lassen

→ Reisepass übersetzen lassen

Schritt 3: Finde das zuständige Oberlandesgericht

Zuständig ist das Oberlandesgericht (OLG) in dem Bundesland, in dem du wohnst. Jedes OLG hat eigene Formulare und Anforderungen. Such online nach "[dein Bundesland] Oberlandesgericht Anerkennung ausländische Scheidung" oder ruf direkt beim Gericht an.

Schritt 4: Fülle den Antrag aus

Die meisten OLGs stellen ein Formular online bereit. Du trägst deine persönlichen Daten ein, Datum und Ort der Eheschließung, Datum und Ort der Scheidung (das türkische Gericht) sowie Angaben zu gemeinsamen Kindern, falls vorhanden.

Schritt 5: Reiche den Antrag ein

Schick alle Dokumente zusammen mit dem Antrag ans OLG. Manche Gerichte verlangen Original-Dokumente, andere akzeptieren beglaubigte Kopien. Prüf das vorher auf der Website des Gerichts oder telefonisch.

Schritt 6: Warte auf die Entscheidung

Das Gericht prüft, ob die türkische Scheidung rechtsstaatlichen Mindeststandards entspricht, ob beide Parteien angehört wurden und ob die Scheidung in der Türkei rechtskräftig ist. Die Dauer variiert: Rechne mit 2-6 Monaten, je nach Gericht und Auslastung.

Schritt 7: Erhalte den Anerkennungsbeschluss

Wenn alles passt, erlässt das OLG einen Beschluss. Mit diesem Beschluss gehst du zum Standesamt und lässt deine Scheidung im deutschen Register eintragen. Ab dann bist du offiziell in Deutschland geschieden und kannst zum Beispiel erneut heiraten.

Tipp: Bestell deine beglaubigten Übersetzungen, bevor du den Antrag stellst. So vermeidest du Verzögerungen, weil das Gericht Unterlagen nachfordert.

Diese Dokumente musst du vorlegen

Deutsche Gerichte akzeptieren keine türkischen Originale ohne Übersetzung. Alle Dokumente müssen von einem vereidigten Übersetzer ins Deutsche übertragen werden. Hier siehst du, welche Unterlagen du brauchst und warum.

Türkisches Scheidungsurteil (mit Kesinleşme Şerhi)

Was: Das vollständige Urteil des türkischen Gerichts mit dem Rechtskraftvermerk
Warum: Das Herzstück deines Antrags. Ohne Rechtskraftvermerk wird der Antrag abgelehnt. Das Gericht muss sehen, dass die Scheidung endgültig ist.
Übersetzung nötig Jetzt übersetzen lassen

Türkische Heiratsurkunde (Evlenme Cüzdanı)

Was: Das türkische Familienbuch oder die Heiratsurkunde
Warum: Das Gericht muss nachvollziehen, dass die geschiedene Ehe überhaupt existiert hat. Die Heiratsurkunde zeigt Datum, Ort und Parteien der Eheschließung.
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Reisepässe beider Ehepartner

Was: Kopien der gültigen Reisepässe oder Personalausweise
Warum: Die Identität beider Parteien muss nachgewiesen werden.
Übersetzung je nach Gericht nötig Jetzt übersetzen lassen

Antragsformular und Gerichtsgebühr

Was: Das Formular des zuständigen OLG sowie die Gebühr (ca. 100-200 €)
Warum: Ohne Antrag und Gebühr wird dein Fall nicht bearbeitet.
Keine Übersetzung nötig

§ 107 FamFG: So funktioniert die Anerkennung rechtlich

Die Anerkennung ausländischer Scheidungen in Deutschland ist in § 107 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) geregelt.

Was prüft das Gericht?

1. Zuständigkeit des türkischen Gerichts
War das türkische Gericht überhaupt befugt, die Scheidung auszusprechen? In der Regel ja, wenn einer der Ehepartner türkischer Staatsangehöriger ist oder in der Türkei lebt.

2. Rechtliches Gehör
Wurden beide Parteien angehört? Hatten beide die Möglichkeit, ihre Sicht darzustellen? Wenn einer der Partner nie informiert wurde, kann die Anerkennung scheitern.

3. Ordre public (öffentliche Ordnung)
Verstößt die Scheidung gegen grundlegende deutsche Rechtsprinzipien? Das ist selten der Fall, kommt aber vor, etwa bei extrem einseitigen Urteilen ohne faire Anhörung.

4. Rechtskraft in der Türkei
Die Scheidung muss in der Türkei rechtskräftig sein. Das zeigt der Kesinleşme Şerhi (Rechtskraftvermerk). Ohne ihn lehnt das deutsche Gericht den Antrag ab.

Gemäß § 107 Abs. 1 FamFG werden Entscheidungen, durch die im Ausland eine Ehe für nichtig erklärt, aufgehoben oder geschieden worden ist, in Deutschland nur anerkannt, wenn die Landesjustizverwaltung festgestellt hat, dass die Voraussetzungen für die Anerkennung vorliegen. Quelle: gesetze-im-internet.de

Zuständige Gerichte nach Bundesland

In jedem Bundesland gibt es ein Oberlandesgericht (OLG), das für Anerkennungen zuständig ist:

  • Berlin: Kammergericht Berlin
  • Nordrhein-Westfalen: OLG Hamm, OLG Düsseldorf, OLG Köln (je nach Wohnort)
  • Bayern: OLG München, OLG Nürnberg
  • Baden-Württemberg: OLG Stuttgart, OLG Karlsruhe
  • Hessen: OLG Frankfurt am Main
  • Niedersachsen: OLG Celle, OLG Braunschweig, OLG Oldenburg

Wichtig für türkisch-deutsche Paare

Wenn einer der Partner deutscher Staatsangehöriger ist, gilt oft deutsches Scheidungsrecht (nach Art. 17 EGBGB). Das bedeutet: Das türkische Gericht wendet unter Umständen deutsches Recht an. Das erleichtert die Anerkennung, weil keine Konflikte entstehen.

Nach Art. 17 Abs. 1 EGBGB unterliegt die Scheidung dem Recht, das im Zeitpunkt des Eintritts der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags auf die allgemeinen Wirkungen der Ehe anzuwenden ist. Quelle: gesetze-im-internet.de

Diese Fehler verzögern die Anerkennung

Der Anerkennungsprozess kann sich hinziehen. Oft liegt es an vermeidbaren Fehlern. Hier sind die häufigsten Stolpersteine:

Fehler 1: Kein Kesinleşme Şerhi auf dem Scheidungsurteil

Ohne Rechtskraftvermerk ist das Urteil in der Türkei noch nicht endgültig. Das deutsche Gericht lehnt den Antrag ab. Du musst zurück zum türkischen Gericht und den Vermerk nachträglich beantragen. Das kostet Wochen oder sogar Monate.

Fehler 2: Übersetzungen nicht von vereidigten Übersetzern

Du lässt die Dokumente von einem Freund oder einem nicht vereidigten Übersetzer übersetzen? Das Gericht akzeptiert es nicht. Nur beglaubigte Übersetzungen von in Deutschland vereidigten Übersetzern werden anerkannt. Mit Stempel, Unterschrift und Registrierungsnummer.

Fehler 3: Falsches Gericht kontaktiert

Du wendest dich ans Amtsgericht oder Familiengericht? Die sind nicht zuständig. Nur das Oberlandesgericht kann ausländische Scheidungen anerkennen.

Fehler 4: Unvollständige Unterlagen einreichen

Fehlende Heiratsurkunde, fehlende Reisepasskopien, fehlende Übersetzungen. Jedes fehlende Dokument verzögert den Prozess. Das Gericht fordert nach, du musst alles nochmal einreichen, und die Bearbeitungszeit beginnt von vorn.

Fehler 5: Zu früh zum Standesamt gehen

Ohne den Anerkennungsbeschluss des OLG kannst du nichts beim Standesamt ändern. Warte, bis der Beschluss da ist. Erst dann kannst du deine Scheidung ins deutsche Register eintragen lassen.

Fehler 6: Den Ex-Partner nicht informieren

Manche Gerichte verlangen, dass beide Parteien vom Anerkennungsverfahren wissen. Wenn du den anderen Partner nicht informierst, kann das Gericht das Verfahren verzögern oder zusätzliche Nachweise verlangen.

Achtung: Beginne den Anerkennungsprozess nicht, solange du den Kesinleşme Şerhi nicht auf dem türkischen Scheidungsurteil hast. Sonst ist die Ablehnung vorprogrammiert.

Wie lange dauert es und was kostet es?

Zeitplan

Dokumentenbeschaffung (Türkei): 2-8 Wochen
Wenn du den Kesinleşme Şerhi nachträglich beantragen musst, kann es länger dauern. Plane hier Puffer ein.

Übersetzungen: 3-4 Werktage
Mit der Express-Option bekommst du das PDF in 24 Stunden (Mo-Fr).

Gerichtsverfahren: 2-6 Monate
Je nach Auslastung des OLG. Manche Gerichte sind schneller, andere langsamer.

Gesamtdauer: Rechne mit 3-9 Monaten vom Start bis zum Anerkennungsbeschluss.

Kosten

Gerichtsgebühr: ca. 100-200 €
Variiert je nach Bundesland. Bei geringem Einkommen kann eine Befreiung oder Ratenzahlung möglich sein.

Übersetzungen: Abhängig von Dokumentlänge und Sprachkombination. Du siehst deinen genauen Preis auf der Produktseite, bevor du bestellst.

Häufige Fragen

Der Kesinleşme Şerhi ist der Rechtskraftvermerk auf deinem türkischen Scheidungsurteil. Er bestätigt, dass gegen das Urteil keine Rechtsmittel mehr eingelegt werden können und die Scheidung endgültig ist. Ohne diesen Vermerk lehnt das deutsche Gericht deinen Antrag ab, weil es nicht sicher sein kann, dass die Scheidung in der Türkei wirklich abgeschlossen ist.

Du musst dich an das türkische Gericht wenden, das die Scheidung ausgesprochen hat. Das ist meist das Asliye Hukuk Mahkemesi. Du kannst den Antrag persönlich stellen oder über einen Anwalt in der Türkei. Manche Konsulate können ebenfalls helfen. Rechne mit 2-4 Wochen Bearbeitungszeit.

Zuständig ist das OLG in dem Bundesland, in dem du deinen Wohnsitz hast. Wohnst du zum Beispiel in München, ist das OLG München zuständig. In Berlin ist es das Kammergericht. Such online nach "Oberlandesgericht [dein Bundesland] Anerkennung ausländische Scheidung" oder ruf direkt beim Gericht an.

Nein, ein Anwalt ist nicht vorgeschrieben. Du kannst den Antrag selbst stellen. Die meisten OLGs stellen Formulare online bereit und geben telefonisch Auskunft. Bei komplizierten Fällen (z.B. Streit über Sorgerecht oder Unterhalt) kann ein Anwalt aber sinnvoll sein.

Grundsätzlich nicht, wenn die türkische Scheidung rechtskräftig und ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Beide Parteien müssen aber vom Verfahren in Kenntnis gesetzt werden. Dein Ex-Partner kann eine Stellungnahme abgeben, aber wenn die Scheidung den deutschen Anforderungen entspricht, wird sie anerkannt.

Mit dem Anerkennungsbeschluss des OLG gehst du zum Standesamt und lässt deine Scheidung im deutschen Eheregister eintragen. Ab dann gilt dein Familienstand offiziell als "geschieden". Du kannst erneut heiraten, deine Steuerklasse ändern und Dokumente aktualisieren.

Das reine Gerichtsverfahren dauert meist 2-6 Monate, abhängig von der Auslastung des OLG. Dazu kommt die Zeit für die Dokumentenbeschaffung und Übersetzungen. Insgesamt solltest du mit 3-9 Monaten rechnen, wenn alles glatt läuft.

Ja. Unsere beglaubigten Übersetzungen werden von vereidigten Übersetzern erstellt und enthalten Stempel, Unterschrift und Registrierungsnummer. Sie werden von allen deutschen Gerichten und Behörden akzeptiert. Du erhältst das Original mit physischem Stempel per Post.

Für das Anerkennungsverfahren beim OLG ist in der Regel keine Apostille erforderlich. Die beglaubigte Übersetzung des vereidigten Übersetzers reicht aus. Falls das Gericht in deinem Fall eine Apostille verlangt, wirst du darüber informiert.

Die Anerkennung durch das deutsche OLG gilt zunächst für Deutschland. In anderen EU-Ländern musst du unter Umständen ein separates Verfahren durchlaufen. Unsere beglaubigten Übersetzungen werden jedoch in der gesamten EU anerkannt, was die Prozesse in anderen Ländern erleichtert.

Jetzt den ersten Schritt machen

Du weißt jetzt, welche Dokumente du brauchst und wie das Verfahren abläuft. Der nächste Schritt: Lade dein türkisches Scheidungsurteil hoch und sieh sofort deinen Preis für die beglaubigte Übersetzung. Von vereidigten Übersetzern, mit Stempel und Unterschrift, in 3-4 Werktagen in deinem Postfach.

Scheidungsurteil übersetzen lassen Erst prüfen, dann zahlen. Mit Klarna Rechnung.
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