Du sitzt in der deutschen Botschaft, der Beamte blättert durch deine Unterlagen. Sperrkonto-Bestätigung: da. Kontoauszüge deiner Eltern: übersetzt und beglaubigt. Schenkungsurkunde: alles klar. Er nickt, stempelt ab, und dein Visum ist auf dem Weg. So einfach kann es sein, wenn du von Anfang an alles richtig machst. Genau dabei hilft dir dieser Guide.
- ✓ Du erfährst genau, welche Unterlagen die deutsche Botschaft sehen will
- ✓ Du verstehst, warum eine beglaubigte Übersetzung deiner Bankunterlagen wichtig ist
- ✓ Du sparst Zeit und Nerven mit einem klaren Plan von A bis Z
- ✓ Erst prüfen, dann zahlen. Mit Klarna Rechnung.
Das brauchst du fürs Sperrkonto
- Gültiger Reisepass
- Zulassungsbescheid der deutschen Uni (oder Conditional Letter)
- Nachweis über die geforderte Mindestsumme (aktuell 11.904 € für 12 Monate)
- Kontoauszüge oder Schenkungsurkunde von deinen Eltern als "Source of Funds"
- Beglaubigte Übersetzung deiner Bankunterlagen (Deutsch oder Englisch)
- Ausgefülltes Antragsformular des Sperrkonto-Anbieters
Hinweis: Die deutsche Botschaft prüft genau, woher das Geld kommt. Deshalb musst du belegen, dass deine Eltern (oder du selbst) die Summe tatsächlich haben. Kontoauszüge und Schenkungsurkunden müssen übersetzt und beglaubigt werden, sonst akzeptiert die Botschaft sie nicht.
So eröffnest du dein Sperrkonto
Schritt 1: Anbieter wählen
Es gibt mehrere Anbieter für Sperrkonten: Fintiba, Deutsche Bank Blocked Account, Coracle und Expatrio. Vergleiche Gebühren und Services. Die meisten bieten Online-Anträge an, du musst also nicht nach Deutschland reisen. Fintiba ist besonders beliebt wegen des guten Services, während die Deutsche Bank als etablierte Option gilt.
Schritt 2: Dokumente vorbereiten
Du brauchst deinen Reisepass, den Zulassungsbescheid und den Nachweis, woher das Geld kommt. Das sind meist Kontoauszüge deiner Eltern oder eine Schenkungsurkunde. Diese Dokumente müssen ins Deutsche oder Englische übersetzt werden, und die Übersetzung muss beglaubigt sein. Dafür brauchst du eine beglaubigte Übersetzung deiner Bankunterlagen.
Schritt 3: Online-Antrag ausfüllen
Geh auf die Website deines gewählten Anbieters und fülle das Formular aus. Lade alle Dokumente hoch. Manche Anbieter verlangen zusätzlich ein Video-Ident-Verfahren zur Identitätsprüfung. Das dauert nur wenige Minuten und funktioniert per Smartphone.
Schritt 4: Geld überweisen
Überweise die Mindestsumme (aktuell 11.904 €) auf das Sperrkonto. Das Geld wird "gesperrt", du kannst später nur einen festen Betrag pro Monat abheben (ca. 992 €). Plane bei internationalen Überweisungen 3-5 Werktage ein.
Schritt 5: Sperrkonto-Bestätigung erhalten
Sobald das Geld eingegangen ist, schickt dir der Anbieter eine offizielle Bestätigung. Dieses Dokument brauchst du für deinen Visumsantrag. Die Bestätigung kommt meist als PDF per E-Mail.
Schritt 6: Visum beantragen
Mit der Sperrkonto-Bestätigung, deinem Zulassungsbescheid und den anderen Unterlagen gehst du zur deutschen Botschaft oder zum Konsulat und beantragst dein Studentenvisum. Der Beamte prüft alles, und wenn alles vollständig ist, bekommst du dein Visum.
Diese Dokumente musst du übersetzen lassen
Kontoauszüge deiner Eltern
Schenkungsurkunde
Reisepass
Zulassungsbescheid
Von vereidigten Übersetzern. Mit Stempel und Unterschrift.
Unsere Übersetzer sind beim deutschen Gericht vereidigt. Jede Übersetzung enthält den Beglaubigungsvermerk, die handschriftliche Unterschrift und den offiziellen Stempel mit Registrierungsnummer. Genau so, wie es die deutsche Botschaft verlangt. Unsere beglaubigten Übersetzungen werden in der gesamten EU anerkannt.
Akzeptiert von:
Was sagt das Gesetz?
Aufenthaltsgesetz (AufenthG) § 16b
Das Aufenthaltsgesetz regelt, dass ausländische Studierende ihre Finanzierung nachweisen müssen. Das Sperrkonto ist der offizielle Weg, um zu zeigen, dass du 11.904 € für ein Jahr zur Verfügung hast. Ohne diesen Nachweis gibt es kein Studentenvisum.
Anti-Geldwäsche-Gesetz (GwG)
Deutsche Behörden und Banken müssen prüfen, woher das Geld auf deinem Sperrkonto kommt. Deshalb verlangen sie beglaubigte Übersetzungen deiner Bankunterlagen. Das ist Teil der "Source of Funds"-Prüfung, die sicherstellt, dass kein Schwarzgeld ins System gelangt.
BaFin-Vorgaben
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht Sperrkonto-Anbieter. Sie stellt sicher, dass alle Dokumente korrekt geprüft werden und die Anbieter die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.
Diese Fehler solltest du vermeiden
Fehler 1: Keine beglaubigte Übersetzung
Du reichst die Kontoauszüge in der Originalsprache ein. Der Botschaftsmitarbeiter schüttelt den Kopf. Deine Unterlagen werden nicht akzeptiert, du verlierst Zeit und musst einen neuen Termin buchen. Das kann Wochen kosten.
Lösung: Lass deine Bankunterlagen gleich professionell übersetzen und beglaubigen.
Fehler 2: Zu späte Überweisung
Du überweist das Geld zu spät aufs Sperrkonto. Die Aktivierung dauert länger als gedacht, und dein Visumstermin rückt näher. Panik macht sich breit.
Lösung: Plane mindestens 4-6 Wochen Vorlaufzeit für die Überweisung und Aktivierung ein.
Fehler 3: Falsche Mindestsumme
Du überweist 10.000 € statt der geforderten 11.904 €. Die Botschaft akzeptiert das Sperrkonto nicht, weil die Summe nicht reicht.
Lösung: Prüfe die aktuelle Mindestsumme auf der Website der deutschen Botschaft in deinem Land.
Fehler 4: Unvollständige Dokumente
Du reichst die Kontoauszüge ein, aber keine Schenkungsurkunde. Der Beamte fragt: "Woher kommt das Geld?" Du hast keine offizielle Antwort.
Lösung: Bereite alle "Source of Funds"-Dokumente vor, inklusive einer übersetzten Schenkungsurkunde, falls die Eltern zahlen.
Fehler 5: Unklare Herkunft des Geldes
Auf den Kontoauszügen deiner Eltern taucht plötzlich eine große Summe auf, ohne Erklärung. Die Botschaft wird misstrauisch und fordert weitere Nachweise.
Lösung: Zeige einen klaren Verlauf über mehrere Monate. Wenn das Geld kürzlich eingegangen ist, erkläre die Quelle mit einer Schenkungsurkunde oder anderen Nachweisen.
Zeitplan und Kosten
Zeitplan
- Sperrkonto-Antrag: 1-3 Tage (Online-Formular ausfüllen)
- Übersetzung der Bankunterlagen: 3-4 Werktage (mit Express: 24h)
- Geldüberweisung: 3-5 Werktage (international)
- Sperrkonto-Aktivierung: 5-10 Werktage (nach Geldeingang)
- Visumstermin: 4-12 Wochen Wartezeit (je nach Botschaft)
Gesamtdauer: Plane mindestens 6-8 Wochen ein, bevor dein Studium beginnt. In manchen Ländern dauert allein der Botschaftstermin mehrere Monate.
Kosten im Überblick
- Sperrkonto-Gebühr: 50-150 € (je nach Anbieter)
- Beglaubigte Übersetzung Bankunterlagen: Ab 53,90 € pro Dokument
- Beglaubigte Übersetzung Schenkungsurkunde: Ab 53,90 €
- Beglaubigte Übersetzung Reisepass: Ab 53,90 €
- Mindestsumme auf Sperrkonto: 11.904 € (Stand 2025)
Häufige Fragen
Ja, wenn du aus einem Nicht-EU-Land kommst und in Deutschland studieren willst. Ohne Sperrkonto bekommst du kein Studentenvisum. Es ist der offizielle Nachweis, dass du genug Geld für deinen Lebensunterhalt hast.
Aktuell 11.904 € für 12 Monate (Stand 2025). Das entspricht 992 € pro Monat. Die Summe wird jährlich vom Bundesministerium angepasst, prüfe also immer die aktuelle Zahl auf der Website der deutschen Botschaft.
Ja, aber nur monatlich und nur einen festen Betrag (ca. 992 €). Das Geld ist "gesperrt", damit du es nicht auf einmal ausgibst. Nach deiner Ankunft in Deutschland kannst du monatliche Auszahlungen einrichten.
Ja, wenn sie nicht auf Deutsch oder Englisch sind. Und die Übersetzung muss beglaubigt sein, also von einem vereidigten Übersetzer erstellt und mit Stempel versehen. Ohne Beglaubigung akzeptiert die Botschaft sie nicht.
Die Botschaft will sehen, woher das Geld auf deinem Sperrkonto kommt. Du musst nachweisen, dass es legal ist, zum Beispiel mit Kontoauszügen deiner Eltern oder einer Schenkungsurkunde. Das ist Teil der Anti-Geldwäsche-Vorschriften.
Das hängt von deinen Bedürfnissen ab. Fintiba ist beliebt und hat guten Service auf Englisch. Die Deutsche Bank ist etabliert, aber teurer. Expatrio bietet Zusatzservices wie Krankenversicherungen. Vergleiche die Gebühren und Bewertungen.
In der Regel 3-4 Werktage. Mit Express bekommst du das PDF in 24 Stunden (Mo-Fr). Das Original mit Stempel kommt per Post, meist 2-3 Tage nach dem PDF.
Die meisten Sperrkonto-Anbieter erstatten dir das Geld (minus Gebühren), wenn dein Visum abgelehnt wird. Lies die AGB deines Anbieters genau, um die Bedingungen zu kennen.
Für Dokumente, die in Deutschland verwendet werden, reicht meist eine beglaubigte Übersetzung. Eine Apostille ist für das Sperrkonto normalerweise nicht nötig. Frag im Zweifel bei der deutschen Botschaft in deinem Heimatland nach.
Ja, alle großen Anbieter bieten Online-Anträge an. Du musst nicht nach Deutschland reisen. Die Identitätsprüfung erfolgt per Video-Ident, das funktioniert mit deinem Smartphone von überall.
Diese Übersetzungen brauchst du
Bankunterlagen
Kontoauszüge, Kontobescheinigungen und Bankbestätigungen für die Source-of-Funds-Prüfung
Jetzt übersetzen →Schenkungsurkunde
Offizieller Nachweis, dass deine Eltern dir das Geld schenken
Jetzt übersetzen →Reisepass
Für Pässe in nicht-lateinischer Schrift (Arabisch, Chinesisch, Kyrillisch)
Jetzt übersetzen →Bereit für dein Studium in Deutschland?
Du hast den Plan, wir haben die Übersetzungen. Lade deine Kontoauszüge oder Schenkungsurkunde hoch und sieh sofort deinen Preis. Mit Express ist das PDF in 24 Stunden da. Und du bezahlst erst, wenn du die Übersetzung erhalten hast.
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