Du stehst im Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten in der Puttkamerstraße. Die Warteschlange bewegt sich, und dann bist du dran. Du legst deine Geburtsurkunde auf den Tresen, der Beamte prüft sie kurz und greift zum Apostille-Aufkleber. Ein paar Minuten später hältst du dein apostilliertes Dokument in der Hand. Jetzt fehlt nur noch die beglaubigte Übersetzung, damit die Behörde im Ausland auch versteht, was draufsteht. Genau dabei helfen wir dir.
- ✓ Wo du die Apostille beim LABO beantragst (Adresse und Öffnungszeiten)
- ✓ Welche Dokumente du mitbringen musst
- ✓ Was es kostet und wie lange es dauert
- ✓ Warum du danach eine beglaubigte Übersetzung brauchst
Das brauchst du für die Apostille beim LABO
- Dein deutsches Originaldokument (z.B. Geburtsurkunde, Führungszeugnis, Hochschulzeugnis)
- Gültiger Personalausweis oder Reisepass
- 25 € Gebühr in bar (keine Kartenzahlung möglich)
- Falls jemand anderes für dich hingeht: schriftliche Vollmacht und Ausweiskopie
- Nach der Apostille: beglaubigte Übersetzung, falls das Zielland kein Deutsch versteht
Hinweis: Die Apostille gibt es nur für deutsche öffentliche Urkunden. Ausländische Dokumente müssen im Herkunftsland apostilliert werden.
So beantragst du die Apostille beim LABO Berlin
Schritt 1: Prüfe, ob dein Dokument eine Apostille braucht
Nicht jedes Dokument benötigt eine Apostille. Du brauchst sie nur, wenn du dein deutsches Dokument in einem Land verwendest, das dem Haager Apostille-Übereinkommen beigetreten ist. Das sind über 120 Länder, darunter die USA, Kanada, Australien, China, Brasilien und viele mehr. Außerdem muss es sich um eine öffentliche Urkunde handeln, also zum Beispiel eine Geburtsurkunde, Eheurkunde, ein polizeiliches Führungszeugnis, notarielle Beglaubigungen oder Hochschulzeugnisse.
Wichtig: Für EU-Länder brauchst du keine Apostille. Eine beglaubigte Übersetzung reicht.
Schritt 2: Stelle sicher, dass dein Dokument apostillefähig ist
Das LABO apostilliert nur öffentliche Urkunden, die von deutschen Behörden ausgestellt wurden. Dazu gehören auch notarielle Beglaubigungen und Unterschriftsbeglaubigungen sowie Dokumente von deutschen Hochschulen und Bildungseinrichtungen. Nicht apostillefähig sind ausländische Dokumente (diese müssen im Herkunftsland apostilliert werden), private Dokumente ohne Behördensiegel und einfache Kopien ohne notarielle Beglaubigung.
Schritt 3: Geh zum LABO Berlin
Adresse:
Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO)
Puttkamerstraße 16–18
10958 Berlin
Öffnungszeiten der Apostille-Stelle:
Montag bis Mittwoch: 7:00–15:00 Uhr
Donnerstag: 10:00–18:00 Uhr
Freitag: 7:00–15:00 Uhr
Du brauchst keinen Termin. Geh einfach zur Apostille-Stelle im Erdgeschoss.
Schritt 4: Zahle die Gebühr und erhalte die Apostille
Die Gebühr beträgt 25 € pro Apostille. Das LABO akzeptiert nur Barzahlung, also keine EC- oder Kreditkarten. In der Regel bekommst du die Apostille sofort. Je nach Andrang kann die Wartezeit 15 bis 30 Minuten betragen. Die Apostille wird direkt auf dein Dokument geklebt oder als separates Blatt beigefügt.
Schritt 5: Lass dein Dokument übersetzen
Die Apostille bestätigt nur die Echtheit der Unterschrift und des Siegels. Sie sagt nichts über den Inhalt deines Dokuments aus. Wenn das Zielland nicht Deutsch spricht, brauchst du zusätzlich eine beglaubigte Übersetzung. Das Original mit der Apostille bleibt dabei unverändert. Die Übersetzung wird separat erstellt und enthält den Beglaubigungsvermerk, die Unterschrift und den Stempel des vereidigten Übersetzers.
Diese Dokumente brauchst du mit Apostille und Übersetzung
Geburtsurkunde
Eheurkunde oder Heiratsurkunde
Polizeiliches Führungszeugnis
Hochschulzeugnisse und Diplome
Notarielle Beglaubigungen
Rechtliche Grundlagen: Das Haager Apostille-Übereinkommen
Die Apostille basiert auf dem Haager Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation vom 5. Oktober 1961. In Deutschland ist dieses Übereinkommen seit 1966 in Kraft.
Was regelt das Übereinkommen?
Das Übereinkommen vereinfacht die internationale Anerkennung von öffentlichen Urkunden erheblich. Statt der aufwendigen Legalisation durch Botschaften und Konsulate reicht eine einzige Apostille. Sie bestätigt die Echtheit der Unterschrift, die Eigenschaft des Unterzeichners und das Siegel der ausstellenden Behörde.
Welche Länder erkennen die Apostille an?
Über 120 Länder sind dem Übereinkommen beigetreten, darunter die USA, Kanada, Mexiko, Australien, Neuseeland, China, Japan, Südkorea, Indien, Argentinien, Brasilien, Chile, Südafrika, Israel und die Türkei. Eine vollständige Liste findest du auf der Website der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht.
Zuständige Behörde in Berlin
Das LABO (Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten) ist in Berlin die einzige Stelle, die Apostillen ausstellt. In anderen Bundesländern sind oft Landgerichte oder Regierungspräsidien zuständig.
Diese Fehler solltest du vermeiden
Fehler 1: Apostille auf der Übersetzung statt auf dem Original
Die Apostille muss immer auf dem deutschen Originaldokument angebracht werden. Erst danach lässt du es übersetzen. Falls das Zielland verlangt, dass auch die Übersetzung apostilliert wird, musst du die fertige Übersetzung zum zuständigen Landgericht oder Oberlandesgericht bringen.
Fehler 2: Apostille für EU-Länder beantragen
Innerhalb der EU brauchst du keine Apostille. Eine beglaubigte Übersetzung von einem vereidigten Übersetzer reicht völlig aus. Spar dir den Gang zum LABO und bestell direkt die beglaubigte Übersetzung.
Fehler 3: Ausländisches Dokument in Berlin apostillieren lassen wollen
Das LABO apostilliert nur deutsche Dokumente. Wenn du eine Geburtsurkunde aus Polen oder der Türkei für ein Drittland brauchst, muss die Apostille im jeweiligen Herkunftsland beantragt werden.
Fehler 4: Keine Übersetzung zum apostillierten Dokument
Die Apostille bestätigt nur die Echtheit. Sie übersetzt nichts. Wenn die Behörde im Zielland kein Deutsch spricht, wird dein Dokument ohne Übersetzung abgelehnt. Dann stand der ganze Aufwand umsonst.
Fehler 5: Mit EC-Karte zahlen wollen
Das LABO akzeptiert nur Barzahlung. Bring 25 € pro Apostille in bar mit. Kreditkarten und EC-Karten werden nicht akzeptiert.
Wie lange dauert es und was kostet es?
Bearbeitungszeit beim LABO
In der Regel bekommst du die Apostille sofort. Du wartest vor Ort, bis sie fertig ist. Bei hohem Andrang kann das 15 bis 30 Minuten dauern. Du brauchst keine Terminvereinbarung.
Kosten
Die Apostille kostet 25 € pro Dokument. Das LABO akzeptiert nur Barzahlung. Die beglaubigte Übersetzung bestellst du separat bei uns. Den genauen Preis siehst du, wenn du dein Dokument hochlädst.
Gesamtdauer mit Apostille und Übersetzung
Die Apostille beim LABO bekommst du sofort. Die beglaubigte Übersetzung ist in 3 bis 4 Werktagen fertig. Mit Express hast du das PDF schon innerhalb von 24 Stunden (Montag bis Freitag). Das Original mit Stempel und Unterschrift kommt anschließend per Post.
Von vereidigten Übersetzern. Mit Stempel und Unterschrift.
Unsere Übersetzer sind beim deutschen Gericht vereidigt. Jede Übersetzung enthält den Beglaubigungsvermerk, die handschriftliche Unterschrift und den offiziellen Stempel mit Registrierungsnummer. Genau so, wie es Behörden im In- und Ausland verlangen.
Häufige Fragen
Nein, die Apostille muss persönlich vor Ort beim LABO beantragt werden. Es gibt keine Online-Option. Du kannst aber jemanden mit einer Vollmacht beauftragen, die Apostille für dich abzuholen.
Ja, mit einer schriftlichen Vollmacht und einer Kopie deines Ausweises kann eine andere Person die Apostille für dich beantragen und abholen.
Ja, jede Urkunde benötigt eine eigene Apostille. Wenn du zum Beispiel Geburtsurkunde und Eheurkunde brauchst, sind das zwei Apostillen zu je 25 €.
Nein, nur Originale oder notariell beglaubigte Kopien können apostilliert werden. Eine einfache Kopie reicht nicht.
Die Apostille ist eine vereinfachte Form der Beglaubigung für Länder, die dem Haager Übereinkommen beigetreten sind. Für Länder außerhalb des Übereinkommens (zum Beispiel einige arabische Staaten) brauchst du eine aufwendigere Legalisation über das Auswärtige Amt und die jeweilige Botschaft.
Das hängt vom Zielland ab. Manche Länder verlangen, dass auch die Übersetzung apostilliert wird. In diesem Fall muss die Übersetzung zum zuständigen Landgericht oder Oberlandesgericht. Prüfe das vorher bei der Behörde im Zielland.
Jedes Bundesland hat eigene zuständige Stellen. In den meisten Bundesländern sind das Landgerichte, Oberlandesgerichte oder Regierungspräsidien. Eine Liste findest du auf der Website des Bundesverwaltungsamts.
Die Apostille selbst hat kein Ablaufdatum. Allerdings kann das Zielland Vorgaben machen, wie alt das Dokument sein darf. Manche Behörden verlangen zum Beispiel, dass Führungszeugnisse nicht älter als 6 Monate sind. Prüfe das bei der zuständigen Behörde im Zielland.
Ja, das LABO bietet auch einen postalischen Service an. Du schickst dein Dokument, eine Kopie deines Ausweises und einen Verrechnungsscheck über 25 € ein. Die Bearbeitungszeit ist dann allerdings länger als beim persönlichen Erscheinen.
Nein, wir bieten keine Apostille-Services an. Die Apostille musst du selbst beim LABO oder der zuständigen Behörde in deinem Bundesland beantragen. Wir helfen dir mit der beglaubigten Übersetzung, die du danach brauchst.
Diese Übersetzungen brauchst du nach der Apostille
Geburtsurkunde
Für Visum, Heirat im Ausland oder Einwanderung
Jetzt übersetzen →Urkunde
Für alle öffentlichen Urkunden mit Apostille
Jetzt übersetzen →Heiratsurkunde
Für Namensänderung oder Einwanderung im Ausland
Jetzt übersetzen →Diplom oder Zeugnis
Für Anerkennung deiner Qualifikationen im Ausland
Jetzt übersetzen →Du hast die Apostille. Jetzt fehlt nur noch die Übersetzung.
Foto machen, hochladen, fertig. In 3 bis 4 Werktagen liegt die beglaubigte Übersetzung in deinem Postfach. Mit Stempel, Unterschrift und allem, was die Behörde im Ausland braucht.
Dein Preis in 1 Minute Erst prüfen, dann zahlen. Mit Klarna Rechnung.



