Du sitzt im Wartezimmer der Einbürgerungsbehörde und dein Herz klopft. Dann rufst du deine Nummer auf, legst den Stapel Unterlagen auf den Tisch und die Sachbearbeiterin blättert durch. Geburtsurkunde mit Übersetzung, B1-Zertifikat, Einbürgerungstest-Bescheinigung. Sie nickt, hakt ab, nickt wieder. Und dann sagt sie: "Alles vollständig. Wir melden uns." Du atmest aus und weißt: Der schwierigste Teil ist geschafft. Genau dafür ist dieser Guide da.
- ✓ Alle Dokumente für die Einbürgerung auf einen Blick
- ✓ Einbürgerungstest und B1-Nachweis erklärt
- ✓ Beglaubigte Übersetzungen in 3-4 Werktagen
- ✓ Erst prüfen, dann zahlen. Mit Klarna Rechnung.
Das brauchst du für die Einbürgerung in Deutschland
- Gültiger Reisepass oder Personalausweis
- Geburtsurkunde (Original + beglaubigte Übersetzung)
- Heiratsurkunde, falls verheiratet (Original + beglaubigte Übersetzung)
- Nachweis über Deutschkenntnisse (B1-Zertifikat)
- Bestandener Einbürgerungstest (Bescheinigung)
- Nachweise über Einkommen und Lebensunterhalt
- Mietvertrag oder Eigentumsnachweis
- Aufenthaltstitel oder Freizügigkeitsbescheinigung
Hinweis: Alle ausländischen Dokumente müssen von einem vereidigten Übersetzer ins Deutsche übersetzt werden. Die Einbürgerungsbehörde akzeptiert keine privaten Übersetzungen.
Von vereidigten Übersetzern. Mit Stempel und Unterschrift.
Unsere Übersetzer sind beim deutschen Gericht vereidigt. Jede Übersetzung enthält den Beglaubigungsvermerk, die handschriftliche Unterschrift und den offiziellen Stempel mit Registrierungsnummer. Genau das, was die Einbürgerungsbehörde verlangt.
Der Beamte nickt bei:
Neue Regeln ab 2024: Schnellere Einbürgerung möglich
Das neue Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) bringt große Änderungen. Seit dem 27. Juni 2024 gelten neue Voraussetzungen, die den Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft für viele Menschen verkürzen.
Kürzere Wartezeiten
Im Regelfall brauchst du jetzt nur noch 5 Jahre rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland statt bisher 8 Jahre. Bei besonderen Integrationsleistungen, etwa herausragenden Deutschkenntnissen (C1) oder besonderem bürgerschaftlichen Engagement, ist die Einbürgerung sogar schon nach 3 Jahren möglich.
Doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt
Du musst deine alte Staatsangehörigkeit nicht mehr aufgeben. Das gilt für alle Einbürgerungsanträge, die ab dem 27. Juni 2024 entschieden werden. Eine der größten Hürden für viele Menschen fällt damit weg.
Erleichterungen für die Gastarbeiter-Generation
Für Menschen über 67 Jahre gibt es Erleichterungen beim Sprachnachweis. Statt eines schriftlichen Tests kann ein mündlicher Nachweis ausreichen. Auch der Einbürgerungstest kann unter bestimmten Umständen entfallen.
Der Einbürgerungstest: 33 Fragen über Deutschland
Der Einbürgerungstest prüft dein Wissen über deutsche Geschichte, Politik und Gesellschaft. Er ist Pflicht für alle, die sich einbürgern lassen wollen, mit wenigen Ausnahmen.
So läuft der Test ab
Du bekommst 33 Multiple-Choice-Fragen. Davon stammen 30 aus dem bundesweiten Fragenkatalog und 3 beziehen sich auf dein Bundesland. Für die Beantwortung hast du 60 Minuten Zeit. Um zu bestehen, brauchst du mindestens 17 richtige Antworten. Der Test kostet 25 Euro.
So bereitest du dich vor
Alle 310 möglichen Fragen sind öffentlich zugänglich. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bietet einen kostenlosen Übungstest auf seiner Website an. Viele Volkshochschulen bieten außerdem Vorbereitungskurse an, die sind aber freiwillig.
Wer muss den Test nicht machen?
Du bist vom Einbürgerungstest befreit, wenn du einen deutschen Schulabschluss hast, ein deutsches Studium abgeschlossen hast, aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage bist (mit ärztlichem Attest), oder unter 16 Jahre alt bist.
Wo meldest du dich an?
Den Test kannst du beim BAMF oder bei autorisierten Prüfstellen wie Volkshochschulen ablegen. Melde dich rechtzeitig an, denn beliebte Termine sind oft ausgebucht.
Deutschkenntnisse nachweisen: So bekommst du das B1-Zertifikat
Für die Einbürgerung musst du nachweisen, dass du Deutsch auf Niveau B1 beherrschst. Das bedeutet: Du kannst dich in Alltagssituationen verständigen, einfache Texte verstehen und über vertraute Themen sprechen.
Was bedeutet B1?
Nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) bedeutet B1, dass du die Hauptpunkte verstehst, wenn klare Standardsprache verwendet wird. Du kannst über Erfahrungen, Ereignisse und Pläne sprechen und einfache Texte über vertraute Themen schreiben.
Diese Sprachnachweise akzeptiert die Behörde
Als Sprachzertifikate werden anerkannt: Goethe-Zertifikat B1, telc Deutsch B1, der Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) und TestDaF (Niveau TDN 4). Auch deutsche Schulabschlüsse wie Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur gelten als Nachweis. Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein deutsches Hochschulstudium (mindestens Bachelor) werden ebenfalls akzeptiert.
Wo kannst du die Prüfung machen?
Die Prüfung kannst du bei Volkshochschulen, dem Goethe-Institut, telc-Prüfungszentren oder privaten Sprachschulen ablegen. Die Kosten liegen je nach Anbieter zwischen 100 und 180 Euro. Die meisten Prüfstellen bieten monatliche Termine an.
Vorbereitungskurse
Integrationskurse umfassen 600 bis 900 Stunden Deutschunterricht plus einen Orientierungskurs und enden mit dem DTZ. Eine Kostenübernahme ist über einen Antrag beim BAMF möglich. Für das Selbststudium eignen sich Apps wie Duolingo, Babbel oder Busuu, Bücher wie "Menschen B1" oder "Schritte plus Neu" sowie Online-Übungen bei DW Deutsch lernen oder dem VHS-Lernportal.
Welche Unterlagen die Einbürgerungsbehörde verlangt
Neben Einbürgerungstest und Sprachnachweis brauchst du eine Reihe von Dokumenten. Viele davon stammen aus deinem Herkunftsland und müssen übersetzt werden.
Personenstandsurkunden
Geburtsurkunde
Heiratsurkunde (falls verheiratet)
Scheidungsurteil (falls geschieden)
Geburtsurkunden der Kinder
Aufenthaltsnachweise
Reisepass oder Personalausweis
Aufenthaltstitel
Meldebescheinigung
Einkommensnachweise
Die Einbürgerungsbehörde prüft, ob du deinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kannst. Dafür brauchst du Gehaltsabrechnungen der letzten 3 Monate oder deinen Einkommensteuerbescheid. Selbstständige legen Steuerbescheide und Gewinn-und-Verlust-Rechnungen vor, Rentner ihren Rentenbescheid.
Ausnahmen gelten für Schüler und Studenten, Personen in Elternzeit und Menschen mit Behinderung.
Führungszeugnis
Das polizeiliche Führungszeugnis wird meist direkt von der Einbürgerungsbehörde angefordert. Du musst es nicht selbst besorgen.
So läuft die Einbürgerung ab
Schritt 1: Voraussetzungen prüfen
Prüfe, ob du alle Voraussetzungen erfüllst: mindestens 5 Jahre rechtmäßiger Aufenthalt (bei besonderen Leistungen 3 Jahre), unbefristetes Aufenthaltsrecht, gesicherter Lebensunterhalt, Deutschkenntnisse auf B1-Niveau, bestandener Einbürgerungstest, keine Vorstrafen und Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Viele Einbürgerungsbehörden bieten eine kostenlose Erstberatung an.
Schritt 2: Dokumente aus dem Herkunftsland besorgen
Beantrage deine Geburtsurkunde und gegebenenfalls Heiratsurkunde im Herkunftsland. Das kann mehrere Wochen dauern, besonders bei langsamen Behörden. Fang damit früh an.
Schritt 3: Übersetzungen anfertigen lassen
Alle ausländischen Urkunden müssen von einem vereidigten Übersetzer ins Deutsche übersetzt werden. Die Einbürgerungsbehörde akzeptiert nur beglaubigte Übersetzungen mit Stempel und Unterschrift. Lade deine Geburtsurkunde hoch und sieh deinen Preis in einer Minute.
Schritt 4: Einbürgerungstest und Sprachprüfung ablegen
Falls du noch keinen Nachweis hast, melde dich für den Einbürgerungstest und die B1-Prüfung an. Plane genug Zeit für die Vorbereitung ein.
Schritt 5: Antrag stellen
Mit allen Unterlagen gehst du zur Einbürgerungsbehörde. Dort füllst du den Antrag aus und gibst deine Dokumente ab. Die Bearbeitungszeit variiert je nach Behörde zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten.
Schritt 6: Einbürgerungsurkunde erhalten
Wenn alles geprüft ist, wirst du zur Aushändigung der Einbürgerungsurkunde eingeladen. Mit dieser Urkunde bist du offiziell deutscher Staatsbürger und kannst deinen deutschen Personalausweis und Reisepass beantragen.
Häufige Fehler bei der Einbürgerung
Private Übersetzungen
Einer der häufigsten Fehler: Du lässt ein Dokument von einem Freund oder einer Agentur übersetzen, die nicht vereidigt ist. Die Behörde wird diese Übersetzung ablehnen. Jede ausländische Urkunde braucht eine beglaubigte Übersetzung von einem vereidigten Übersetzer, mit Stempel und Unterschrift.
Zu spät mit den Dokumenten anfangen
Die Beschaffung von Urkunden aus dem Herkunftsland kann Wochen dauern. Wer erst kurz vor dem Termin anfängt, gerät unter Zeitdruck. Bestell deine Geburtsurkunde jetzt aus dem Heimatland und lass sie direkt übersetzen, sobald sie da ist.
Nur das PDF einreichen
Viele Behörden verlangen das Original mit physischem Stempel. Ein PDF allein reicht oft nicht aus. Bestelle bei der Übersetzung immer "PDF und Original per Post".
Einbürgerungstest unterschätzen
Der Test ist nicht schwer, aber du solltest dich vorbereiten. Alle Fragen sind öffentlich zugänglich. Nutze den Übungstest beim BAMF und übe regelmäßig.
Kosten der Einbürgerung
Die Einbürgerung selbst kostet 255 Euro pro Person. Für minderjährige Kinder, die mit eingebürgert werden, fallen 51 Euro an. Dazu kommen die Kosten für den Einbürgerungstest (25 Euro), die Sprachprüfung (100-180 Euro je nach Anbieter) und die beglaubigten Übersetzungen.
Für die Übersetzung deiner Dokumente siehst du den genauen Preis auf der Produktseite, abhängig von Sprache und Seitenzahl. Lade dein Dokument hoch und berechne deinen Preis in einer Minute.
Diese Übersetzungen brauchst du für die Einbürgerung
Häufige Fragen zur Einbürgerung
Die Bearbeitungszeit variiert stark je nach Behörde und Bundesland. Rechne mit 3 bis 12 Monaten ab Antragstellung. In Städten mit vielen Anträgen kann es länger dauern. Je vollständiger deine Unterlagen, desto schneller geht es.
Ja, seit dem 27. Juni 2024 ist die doppelte Staatsbürgerschaft in Deutschland erlaubt. Du musst deine bisherige Staatsangehörigkeit nicht mehr aufgeben. Das gilt für alle Einbürgerungsanträge, die ab diesem Datum entschieden werden.
Du kannst den Test beliebig oft wiederholen. Jeder Versuch kostet 25 Euro. Da alle 310 Fragen öffentlich sind, kannst du dich gezielt vorbereiten. Die meisten Menschen bestehen den Test im ersten oder zweiten Anlauf.
Eine internationale (mehrsprachige) Geburtsurkunde ist praktisch, weil sie weniger Text zum Übersetzen enthält. Aber auch eine normale Geburtsurkunde funktioniert, sie braucht dann eben eine vollständige beglaubigte Übersetzung. Beides wird akzeptiert.
Die meisten Einbürgerungsbehörden verlangen das Original mit physischem Stempel und Unterschrift. Ein PDF allein reicht in der Regel nicht. Bestelle daher immer "PDF und Original per Post", dann bist du auf der sicheren Seite.
Der Preis hängt von der Sprachkombination und der Seitenzahl deines Dokuments ab. Lade dein Dokument auf unserer Website hoch und sieh deinen genauen Preis in einer Minute, bevor du bestellst. Du zahlst erst nach Erhalt der Übersetzung.
Die meisten Übersetzungen sind in 3-4 Werktagen fertig. Du erhältst zuerst ein PDF per E-Mail, das Original mit Stempel kommt dann per Post. Mit der Express-Option bekommst du das PDF innerhalb von 24 Stunden (Montag bis Freitag).
Ja, minderjährige Kinder können zusammen mit ihren Eltern eingebürgert werden. Für jedes Kind fallen 51 Euro Gebühren an (statt 255 Euro). Du brauchst für jedes Kind eine Geburtsurkunde mit beglaubigter Übersetzung.
Für die Einbürgerung in Deutschland brauchst du in der Regel keine Apostille. Die beglaubigte Übersetzung von einem vereidigten Übersetzer reicht aus. Falls doch eine Apostille verlangt wird, musst du diese im Herkunftsland deines Dokuments beantragen. Wir bieten keine Apostille-Services an.
Alte oder beschädigte Dokumente können wir in der Regel trotzdem übersetzen, solange der Text lesbar ist. Im Zweifel lade das Dokument hoch und wir prüfen es. Falls nötig, kannst du auch eine neue Ausfertigung deiner Geburtsurkunde im Herkunftsland beantragen.
Deine Einbürgerung wartet nicht
Die neuen Regeln machen es einfacher denn je, deutscher Staatsbürger zu werden. Aber die Behörden sind ausgelastet und die Wartezeiten lang. Je früher du deine Dokumente zusammenhast, desto schneller kannst du deinen Antrag stellen. Fang jetzt mit der Geburtsurkunde an. In 3-4 Werktagen ist die Übersetzung fertig, mit Stempel und Unterschrift, genau wie es die Behörde verlangt.
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