Du sitzt im Wartezimmer der Ausländerbehörde. Dein Aufenthaltstitel läuft in wenigen Wochen ab und du hast einen Stapel Unterlagen dabei. Der Sachbearbeiter ruft deine Nummer auf, du legst alles vor, und er blättert durch die Seiten. Dann ein Nicken. Alles vollständig. Dein Aufenthaltstitel wird verlängert, du bekommst eine Fiktionsbescheinigung für die Übergangszeit und kannst aufatmen. Genau so soll es laufen. Und genau dafür zeigen wir dir hier, welche Dokumente du brauchst und welche davon eine beglaubigte Übersetzung benötigen.
- ✓ Du weißt genau, welche Dokumente die Ausländerbehörde von dir sehen will
- ✓ Du erfährst, welche Unterlagen übersetzt werden müssen
- ✓ Du bekommst einen realistischen Zeitplan, damit nichts schiefgeht
- ✓ Du vermeidest typische Fehler, die zu Verzögerungen führen
Das brauchst du für die Verlängerung deines Aufenthaltstitels
- Gültiger Reisepass (noch mindestens 3 Monate gültig nach Ablauf des Aufenthaltstitels)
- Biometrisches Passfoto (aktuell, nach deutschen Vorgaben)
- Nachweis über Krankenversicherung (Versicherungsbestätigung)
- Kontoauszüge der letzten 3 Monate (mit beglaubigter Übersetzung, falls nicht auf Deutsch)
- Mietvertrag oder Wohnungsgeberbestätigung (mit beglaubigter Übersetzung, falls nicht auf Deutsch)
- Arbeitsbescheinigung oder Arbeitsvertrag (mit beglaubigter Übersetzung, falls nicht auf Deutsch)
- Antragsformular der Ausländerbehörde (ausgefüllt und unterschrieben)
- Gebühr für die Verlängerung (meist zwischen 80 und 100 Euro)
Hinweis: Die genauen Anforderungen können je nach Aufenthaltstitel und Stadt leicht variieren. Prüf am besten vorab auf der Website deiner Ausländerbehörde oder ruf dort an.
Von vereidigten Übersetzern. Mit Stempel und Unterschrift.
Die Ausländerbehörde akzeptiert nur beglaubigte Übersetzungen von vereidigten Übersetzern. Das bedeutet: Der Übersetzer ist beim deutschen Gericht vereidigt und darf rechtsgültige Übersetzungen anfertigen. Jede Übersetzung enthält den Beglaubigungsvermerk, die handschriftliche Unterschrift und den offiziellen Stempel mit Registrierungsnummer. Genau so, wie es die Behörde verlangt.
Akzeptiert bei:
So verlängerst du deinen Aufenthaltstitel
Schritt 1: Termin vereinbaren (6 bis 8 Wochen vorher)
Vereinbare rechtzeitig einen Termin bei deiner Ausländerbehörde. In vielen Städten wie Berlin, München oder Frankfurt sind die Wartezeiten lang, teilweise mehrere Wochen. Beginne am besten 2 bis 3 Monate vor Ablauf deines Aufenthaltstitels mit der Vorbereitung. In manchen Städten kannst du den Termin online buchen, in anderen musst du anrufen oder persönlich erscheinen.
Schritt 2: Dokumente sammeln
Stelle alle erforderlichen Unterlagen zusammen. Dazu gehören dein Reisepass, ein aktuelles biometrisches Passfoto, deine Krankenversicherungsbestätigung und vor allem die Nachweise über deine finanzielle Stabilität. Das ist der Teil, bei dem die meisten Fragen entstehen.
Schritt 3: Finanzielle Nachweise übersetzen lassen
Die Ausländerbehörde will sehen, dass du dich selbst finanzieren kannst und eine stabile Wohnsituation hast. Dafür brauchst du in der Regel drei Dokumente, die übersetzt werden müssen, wenn sie nicht auf Deutsch sind. Deine Kontoauszüge der letzten 3 Monate zeigen dein regelmäßiges Einkommen und deine finanzielle Stabilität. Der Mietvertrag beweist, dass du eine feste Wohnung hast. Und die Arbeitsbescheinigung bestätigt dein Arbeitsverhältnis und dein Gehalt.
Schritt 4: Antragsformular ausfüllen
Lade das Antragsformular von der Website deiner Ausländerbehörde herunter. Fülle es vollständig und leserlich aus, unterschreib es und bring es zu deinem Termin mit. Manche Behörden bieten auch Online-Formulare an, die du am Computer ausfüllen kannst.
Schritt 5: Termin wahrnehmen
Du gehst zum vereinbarten Termin bei der Ausländerbehörde. Der Sachbearbeiter prüft deine Unterlagen auf Vollständigkeit. Wenn alles stimmt, wird dein Aufenthaltstitel verlängert. Du bekommst entweder direkt einen neuen Aufenthaltstitel im Kartenformat oder zunächst eine Fiktionsbescheinigung, die dich bis zur Ausstellung berechtigt, in Deutschland zu bleiben und zu arbeiten.
Schritt 6: Gebühr bezahlen
Die Verlängerung kostet meist zwischen 80 und 100 Euro, je nach Stadt und Art des Aufenthaltstitels. Manche Ausländerbehörden akzeptieren nur Bargeld oder EC-Karte. Kreditkarten funktionieren oft nicht. Kläre das vorher ab, damit du nicht umsonst hingehst.
Diese Dokumente musst du vorlegen
Gültiger Reisepass
Biometrisches Passfoto
Krankenversicherungsnachweis
Kontoauszüge der letzten 3 Monate
Mietvertrag oder Wohnungsgeberbestätigung
Arbeitsbescheinigung oder Arbeitsvertrag
Antragsformular
Was sagt das Gesetz?
Die Verlängerung deines Aufenthaltstitels ist im Aufenthaltsgesetz (AufenthG) geregelt. Hier sind die wichtigsten Punkte, die du kennen solltest:
§ 8 AufenthG: Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis
Du hast Anspruch auf Verlängerung, wenn die Voraussetzungen für die ursprüngliche Erteilung weiterhin vorliegen. Das bedeutet: Deine persönliche Situation (Arbeit, Einkommen, Wohnsitz, Krankenversicherung) muss stabil sein. Die Behörde prüft, ob du dich seit der letzten Erteilung nichts Wesentliches geändert hat und ob du dich an die Gesetze gehalten hast.
§ 81 AufenthG: Fiktionswirkung
Wenn du den Verlängerungsantrag rechtzeitig stellst (also vor Ablauf deines aktuellen Aufenthaltstitels), gilt dein Aufenthalt automatisch als erlaubt, bis die Behörde entschieden hat. Das ist die sogenannte Fiktionswirkung. Du bekommst dafür eine Fiktionsbescheinigung, die du bei Kontrollen oder beim Arbeitgeber vorzeigen kannst.
Was passiert, wenn du zu spät bist?
Stellst du den Antrag erst nach Ablauf deines Aufenthaltstitels, entsteht eine rechtliche Lücke. Dein Aufenthalt ist dann nicht mehr erlaubt, bis die Behörde positiv entscheidet. Das kann Konsequenzen haben: Probleme beim Arbeitgeber, Einschränkungen bei der späteren Beantragung einer Niederlassungserlaubnis oder im schlimmsten Fall aufenthaltsrechtliche Maßnahmen. Deshalb gilt: Immer rechtzeitig den Antrag stellen.
Zuständige Behörde
Die Ausländerbehörde (auch Ausländeramt genannt) in deiner Stadt ist zuständig. Die genauen Anforderungen können von Stadt zu Stadt leicht variieren. In Großstädten wie Berlin, München, Hamburg oder Frankfurt gibt es oft spezielle Abteilungen für verschiedene Aufenthaltstitel.
Diese Fehler solltest du vermeiden
Zu spät anfangen
Viele warten, bis der Aufenthaltstitel fast abgelaufen ist, und dann wird es stressig. Die Ausländerbehörden in vielen Städten haben Wartezeiten von mehreren Wochen für Termine. Wenn du erst zwei Wochen vor Ablauf anfängst, wird es eng. Beginne mindestens 2 bis 3 Monate vorher mit der Vorbereitung, damit du genug Puffer hast.
Unvollständige Unterlagen
Du gehst zum Termin, aber es fehlt ein Dokument. Der Sachbearbeiter kann deinen Antrag nicht bearbeiten und schickt dich nach Hause. Du musst einen neuen Termin vereinbaren, und das kann wieder Wochen dauern. Prüf die Checkliste oben genau und hak jeden Punkt ab, bevor du zum Termin gehst.
Nicht beglaubigte Übersetzungen
Du legst eine einfache Übersetzung vor, vielleicht von einem Freund oder einer Online-Übersetzung. Der Sachbearbeiter schaut drauf und schüttelt den Kopf. Deutsche Behörden verlangen beglaubigte Übersetzungen von vereidigten Übersetzern. Ohne den offiziellen Stempel und die Unterschrift wird dein Dokument nicht akzeptiert. Das bedeutet: Neuer Termin, mehr Wartezeit.
Veraltete Kontoauszüge
Die Kontoauszüge müssen aktuell sein, also aus den letzten 3 Monaten. Bringst du Auszüge von vor 6 Monaten mit, werden sie nicht akzeptiert. Die Behörde will deine aktuelle finanzielle Situation sehen, nicht die von vor einem halben Jahr. Hol dir kurz vor dem Termin aktuelle Auszüge von deiner Bank.
Falsche Zuständigkeit
Du gehst zur falschen Ausländerbehörde. Jede Stadt hat ihre eigene, und manchmal gibt es sogar verschiedene Abteilungen für verschiedene Aufenthaltstitel. Prüf vorher auf der Website, welche Behörde und welche Abteilung für deinen Wohnort und deinen Aufenthaltstitel zuständig ist.
Kein passendes Zahlungsmittel dabei
Manche Ausländerbehörden akzeptieren nur Bargeld oder EC-Karte. Kreditkarten funktionieren oft nicht. Ruf vorher an oder schau auf der Website nach, welche Zahlungsmittel akzeptiert werden. Es wäre ärgerlich, wenn du wegen 80 Euro nochmal kommen musst.
Zeitplan und Kosten: Was du einplanen solltest
Dein Zeitplan
2 bis 3 Monate vor Ablauf: Beginne mit der Vorbereitung. Vereinbare einen Termin bei der Ausländerbehörde (die Wartezeiten können lang sein). Sammle alle Dokumente zusammen und prüfe, welche übersetzt werden müssen.
3 bis 4 Wochen vor dem Termin: Bestell deine beglaubigten Übersetzungen. Beglaubigte Übersetzungen brauchen in der Regel 3 bis 4 Werktage. Mit der Express-Option bekommst du das PDF innerhalb von 24 Stunden (Montag bis Freitag). Das Original mit Stempel und Unterschrift kommt dann per Post.
1 Woche vor dem Termin: Prüfe alle Unterlagen nochmal. Hol dir aktuelle Kontoauszüge von deiner Bank. Fülle das Antragsformular aus und unterschreib es.
Am Termin: Wenn alle Unterlagen vollständig sind, dauert der Termin meist nur 15 bis 30 Minuten. Du gibst alles ab, der Sachbearbeiter prüft, und du bekommst eine Bestätigung.
Nach dem Termin: Die Bearbeitung kann je nach Stadt zwischen 2 Wochen und 2 Monaten dauern. Du bekommst in der Zwischenzeit eine Fiktionsbescheinigung, die bestätigt, dass du legal in Deutschland bleiben und arbeiten darfst.
Mit welchen Kosten du rechnen solltest
Gebühr für die Verlängerung: 80 bis 100 Euro, je nach Stadt und Art des Aufenthaltstitels.
Beglaubigte Übersetzungen: Die Preise hängen von der Sprache und der Seitenzahl ab. Du siehst deinen genauen Preis, bevor du bestellst. Lade dein Dokument einfach hoch und wir berechnen den Preis automatisch.
Biometrisches Passfoto: Circa 10 bis 15 Euro beim Fotografen oder im Fotostudio.
Gesamt: Rechne mit ungefähr 150 bis 300 Euro für die gesamte Verlängerung, inklusive Übersetzungen, Gebühren und Passfoto.
Diese Übersetzungen brauchst du für die Aufenthaltstitelverlängerung
Häufige Fragen zur Verlängerung des Aufenthaltstitels
Am besten 2 bis 3 Monate vor Ablauf deines Aufenthaltstitels. So hast du genug Zeit, einen Termin bei der Ausländerbehörde zu bekommen, alle Dokumente zu sammeln und beglaubigte Übersetzungen in Auftrag zu geben. In Städten mit langen Wartezeiten wie Berlin oder München solltest du noch früher anfangen.
Wenn du den Verlängerungsantrag rechtzeitig gestellt hast (also vor Ablauf deines aktuellen Aufenthaltstitels), gilt dein Aufenthalt automatisch als erlaubt. Das ist die sogenannte Fiktionswirkung nach § 81 AufenthG. Du bekommst eine Fiktionsbescheinigung, die du bei Kontrollen oder beim Arbeitgeber vorzeigen kannst. Wichtig: Stell den Antrag vor Ablauf, nicht danach.
Die Kontoauszüge der letzten 3 Monate. Sie sollten dein regelmäßiges Einkommen zeigen, also Gehaltseinzahlungen, und einen angemessenen Kontostand. Die Auszüge müssen aktuell sein. Kontoauszüge, die älter als 3 Monate sind, werden in der Regel nicht akzeptiert.
Nein, nur die Dokumente, die nicht auf Deutsch sind. Wenn dein Mietvertrag zum Beispiel auf Englisch, Türkisch, Arabisch oder einer anderen Sprache ist, brauchst du eine beglaubigte Übersetzung. Deutsche Dokumente wie das Antragsformular oder eine Versicherungsbestätigung von einer deutschen Krankenkasse müssen nicht übersetzt werden.
Die Ausländerbehörde akzeptiert nur beglaubigte Übersetzungen von vereidigten Übersetzern. Einfache Übersetzungen ohne Stempel und Unterschrift werden abgelehnt. Eine beglaubigte Übersetzung enthält den Beglaubigungsvermerk, die handschriftliche Unterschrift des Übersetzers und den offiziellen Stempel mit Registrierungsnummer.
In der Regel 3 bis 4 Werktage. Mit der Express-Option bekommst du das PDF innerhalb von 24 Stunden (Montag bis Freitag). Das Original mit dem physischen Stempel und der Unterschrift kommt per Post und braucht noch 2 bis 3 Tage zusätzlich. Die meisten Behörden wollen das Original sehen, nicht nur das PDF.
Wir übersetzen aus und in über 80 Sprachen. Die häufigsten Sprachen für Aufenthaltstitel-Verlängerungen sind Englisch, Türkisch, Arabisch, Russisch, Polnisch, Rumänisch, Ukrainisch, Spanisch, Italienisch und Französisch. Aber auch viele andere Sprachen sind möglich. Lade einfach dein Dokument hoch und wähle die Sprachen aus.
Die Gebühr für die Verlängerung liegt bei den meisten Aufenthaltstiteln zwischen 80 und 100 Euro. Dazu kommen die Kosten für beglaubigte Übersetzungen (abhängig von Sprache und Seitenzahl, du siehst den Preis vor der Bestellung) und eventuell ein Passfoto (circa 10 bis 15 Euro). Insgesamt solltest du mit 150 bis 300 Euro rechnen.
Die meisten Ausländerbehörden verlangen das Original mit dem physischen Stempel und der handschriftlichen Unterschrift. Ein PDF allein reicht meistens nicht aus. Wähle bei der Bestellung "PDF und Original per Post", dann bekommst du beides: Das PDF für deine Unterlagen und zur Vorab-Prüfung, und das Original für den Termin bei der Behörde.
Eine Fiktionsbescheinigung ist ein Dokument, das bestätigt, dass du einen Verlängerungsantrag gestellt hast und dein Aufenthalt bis zur Entscheidung der Behörde als erlaubt gilt. Du bekommst sie, wenn du den Antrag rechtzeitig vor Ablauf deines Aufenthaltstitels stellst. Mit der Fiktionsbescheinigung darfst du weiterhin in Deutschland bleiben und arbeiten, auch wenn der alte Aufenthaltstitel abgelaufen ist.
Deine Übersetzung für die Aufenthaltstitelverlängerung
Du weißt jetzt, welche Dokumente du brauchst und welche davon eine beglaubigte Übersetzung benötigen. Der nächste Schritt: Lade dein Dokument hoch und sieh deinen Preis. In 3 bis 4 Werktagen liegt die Übersetzung in deinem Postfach. Mit Express sogar in 24 Stunden. Von vereidigten Übersetzern, mit Stempel und Unterschrift. Genau so, wie es die Ausländerbehörde verlangt.
Dein Preis in 1 Minute Erst prüfen, dann zahlen. Mit Klarna Rechnung.



